Nebenwirkungen und Pflege

Durch die Strahlentherapie werden Tumorzellen getroffen und abgebaut. Dabei kann es leider zu Nebenwirkungen im umliegenden Gewebe kommen.

Fortschrittliche Behandlungsmöglichkeiten reduzieren häufig das Ausmass der Nebenwirkungen. Es gibt viele Patientinnen und Patienten, die zum Glück nur noch schwache oder gar keine Nebenwirkungen durch die Bestrahlung erleiden.

Die Nebenwirkungen treten nur in der Region auf, die bestrahlt wird, und klingen meist nach Ende der Bestrahlung wieder vollständig ab. Ihr behandelndes Team wird Sie umfassend über mögliche Nebenwirkungen aufklären.

Haut- und Schleimhautreaktionen

Durch die Bestrahlung kann es im behandelten Bereich zu einer Erwärmung und/oder Rötung der Haut kommen. Bei höheren Strahlendosen sind auch stärkere Hautreaktionen möglich.

Mit einer guten Hautpflege lassen sich diese Reaktionen oft lindern oder hinauszögern. Auch Schleimhäute reagieren empfindlich auf die Bestrahlung. Es können Reizungen oder Entzündungen auftreten.

Der bestrahlte Haut- oder Schleimhautbereich sollte täglich beobachtet werden. Veränderungen zeigen Sie bitte Ihren Ärztinnen und Ärzten oder unseren Pflegefachpersonen. Diese beurteilen die Beschwerden und leiten bei Bedarf weitere Massnahmen ein.

Low-Level-Lasertherapie (LLLT)

Zur Vorbeugung und Behandlung von Nebenwirkungen einer Strahlentherapie bietet die Universitätsklinik für Radio-Onkologie die Low-Level-Lasertherapie (LLLT) an. Diese nicht-invasive und schmerzfreie Methode kann Strahlenreaktionen deutlich lindern. Sie kann dazu beitragen, die Strahlentherapie besser zu vertragen und Beschwerden während der Behandlung zu reduzieren.

Die LLLT wird insbesondere zur Vorbeugung und Behandlung von Hautreaktionen im Bestrahlungsbereich sowie von Entzündungen der Mundschleimhaut eingesetzt.

Unsere Pflegefachpersonen informieren Sie im Erstgespräch über die Therapie und begleiten Sie während der gesamten Behandlungszeit. Je nach Ausprägung der Haut- oder Schleimhautreaktionen können mehrere Sitzungen pro Woche sinnvoll sein. Eine Behandlung dauert in der Regel 5 bis 15 Minuten und kann sowohl vor als auch nach der Bestrahlung durchgeführt werden.

Mögliche Nebenwirkungen spezifisch nach Bestrahlungsort

Mundhöhle

Mundtrockenheit, zäher Speichel, Geschmacksveränderungen oder Geschmacksverlust, Reizung und Beläge der Schleimhaut, Läsionen der Mundschleimhaut und dadurch lokale Schmerzen

Hals/Rachen

Halsweh, Heiserkeit, Schluckbeschwerden

Speiseröhre

Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Essen

Lunge

Husten, Auswurf

Oberbauch

Übelkeit, Brechreiz

Becken/Unterleib (Blase, Darm, Prostata, Gebärmutter)

Übelkeit, Krämpfe, Durchfall, verstärkter Harndrang, Brennen beim Wasserlösen

Pflegeempfehlungen

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