Die Studie wird von PD Dr. med. Mohamed Shelan, Leitender Arzt an der Universitätsklinik für Radio-Onkologie am Inselspital Bern, geleitet und in Zusammenarbeit mit Dr. med. Emanuel Stutz (Leiter Hyperthermie, Universitätsklinik für Radio-Onkologie, Inselspital Bern), Prof. Dr. med. Thomas Zilli (IOSI/EOC Bellinzona) und Dr. med. Antonio Angrisani (IOSI/EOC Bellinzona) durchgeführt.
Ziel der Studie ist es, eine innovative Behandlungsstrategie für Patienten mit lokalem Rückfall eines Prostatakarzinoms nach einer früheren Radiotherapie zu untersuchen. Im Fokus steht die Kombination einer dosisreduzierten stereotaktischen Körperbestrahlung (SBRT) mit tiefer Hyperthermie, um die Wirksamkeit der erneuten Bestrahlung zu erhöhen und gleichzeitig das Risiko therapiebedingter Nebenwirkungen zu reduzieren.
Hyperthermie kann die Strahlenempfindlichkeit von Tumorzellen steigern, unter anderem durch eine verbesserte Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Tumorgewebes sowie durch die Hemmung zellulärer Reparaturmechanismen. Dadurch besteht die Möglichkeit, eine vergleichbare Tumorkontrolle bei geringerer Strahlendosis zu erzielen und insbesondere das Risiko von Spätfolgen an umliegenden Risikoorganen wie Blase und Rektum zu senken.
Die Hyper-SBRT-Studie wird an mehreren Zentren durchgeführt und schliesst insgesamt 38 Patienten ein. Untersucht wird, wie wirksam und wie gut verträglich die kombinierte Behandlung über einen Zeitraum von zwei Jahren ist. Dabei werden sowohl das erneute Auftreten der Erkrankung als auch mögliche Nebenwirkungen und die Lebensqualität der Patienten systematisch erfasst. Ergänzend wird analysiert, wie sich die Kombination aus Bestrahlung und Hyperthermie auf die Behandlung auswirkt.
Mit dieser Förderzusage wird die Weiterentwicklung schonender Therapien bei lokalem Rückfall des Prostatakarzinoms unterstützt und die klinische Forschung in der Radio-Onkologie am Inselspital weiter gestärkt.
Herzliche Gratulation an das gesamte Projektteam!
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